Becken sind eine effektive Lösung zum Verwalten und Aufbereiten
von Regenwasserabfluss. Sie fangen Regenwasser auf und speichern es, sodass
sich das Wasservolumen kontrollieren und die Wasserqualität verbessern lassen,
indem Schadstoffe auf natürliche Weise entfernt werden. Diese Becken
funktionieren, indem sie mit Niederschlagswasserabläufen über ein
unterirdisches Kanalnetz verbunden werden, das Wasser in das Becken leitet. Das
System ist für große Wasserzuflussmengen ausgelegt, während ein geregelter Abfluss
Wasser nach Bedarf ablässt, um einen optimalen Wasserstand zu halten.
Becken werden zusammen mit ihrem vorhandenen Kanalnetz
mit natürlichem Gefälle skizziert und Parameter zugewiesen, die Geometrie, Kapazität und
Verbindung zum Entwässerungssystem definieren.
Um eine Analyse zu erstellen, wird ein Einzugsgebiet benötigt. Dieses besteht aus
einer Grenze und einem Fließweg. Die Grenze umfasst den Wasserscheidenbereich,
der den Ablauf erzeugt. Der Fließweg entspricht den Konzentrationszeitdaten für den Ablauf im Einzugsgebiet. Diese Konzentrationszeitdaten können mit den
Methoden TR-55, Kirpich oder FAA berechnet oder vom Benutzer definiert werden.
Erstellen von Einzugsgebieten aus einem DGM
Wenn DGM-Daten vorhanden sind, kann man sie zur Definition eines Einzugsgebiets und eines Fließwegs verwenden.
Optional kann man mit dem Befehl "Wassertropfenanalyse" prüfen,
wie Autodesk Civil 3D den Fließweg anhand der Oberfläche
berechnet. Wenn dieser Befehl aufgrund von Oberflächenunebenheiten wie
Vertiefungen oder Problemen bei der Triangulation nicht zum gewünschten
Ergebnis führt, kann man den Befehl "Einzugsgebiet aus Objekt erstellen" verwenden und einen manuell gezeichneten Fließweg auswählen.
Erstellen von Einzugsgebieten aus Objekten
Wenn keine DGM-Daten vorhanden
sind, kann man ein Einzugsgebiet und einen Fließweg mithilfe von Polylinien
definieren. Wenn die Polylinien über Höhendaten verfügen, kann man diese Daten
für die Fließwegneigung verwenden oder die Neigungen der Fließwegsegmente zu
einem späteren Zeitpunkt im Dialogfeld "Einzugsgebietseigenschaften" bearbeiten.
Niederschlagsdaten-Manager
Die Werkzeuge für die Entwässerungsanalyse sind innovative Lösungen, die speziell auf die Anforderungen von Tiefbauplanern zugeschnitten sind. Dieser Werkzeugsatz wurde entwickelt, um die Entwässerungsanalyseprozesse so reibungslos wie möglich zu gestalten. Daher muss man nicht wiederholt zwischen verschiedenen Werkzeugen und Schnittstellen wechseln, was die Produktivität erheblich verbessert.
So öffnen Sie das Analysewerkzeug
- Wählen Sie ein Element des Entwässerungssystems aus (z. B. Einzugsgebiet, Haltung, Schacht/Bauwerk oder Becken).
- Klicken Sie auf der Registerkarte "Analysieren" --> Gruppe "Entwurf" --> "Entwässerungssystem
analysieren". Das Werkzeug "Analysekriterien" wird als Palette im Zeichenbereich geöffnet.
Verwenden Sie die Registerkarte "Entwässerungssystem", um einen Überblick über die Zu- und Abflüsse bei der Analyse Ihres Entwässerungssystems zu erhalten.
Name
- Wird als Gesamtwert angezeigt und stellt eine Aufschlüsselung der Spitzenabflussrate und des Gesamtabflussvolumens des Gesamtsystems dar.
Max. Zufluss
- Zeigt die aus den beitragenden Zuflüssen berechnete Spitzenzuflussrate an.
Gesamtzuflussvolumen
- Zeigt das aus den beitragenden Zuflüssen berechnete Gesamtvolumen an.
Max. Abfluss
Zeigt die Spitzenabflussrate an.
Gesamtabflussvolumen
- Zeigt das Gesamtabflussvolumen an.
Niederschlagsvolumen
- Zeigt das gesamte Niederschlagsvolumen der Zuflüsse an.
Abflussverringerungsrate
- Zeigt die Gesamtreduzierung des Abflussvolumens bei einem Vergleich von
Gesamtabflussvolumen und Niederschlagsvolumen an.
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